Wie 20 Jahre Unternehmenskultur eine gesamte Branche verunsichert haben

Wie eine aktuelle Umfrage in 1.000 US-Unternehmen ergeben hat, wollen nur vier von zehn Firmen den Systemwechsel zum Veröffentlichungstermin wagen. Die anderen Unternehmen wollen erst einmal abwarten und beobachten. Begründet wird dies einerseits mit Befürchtungen, die eingesetzte Software sei dann nicht mehr hundertprozentig kompatibel, andererseits mit den hohen Kosten für einen Systemwechsel.

20 Jahre Microsoft und Windows in seinen zahlreichen Varianten hat die IT nachhaltig verunsichert, und lässt sie bei jeder neuen Version zurück schrecken. Systemadministratoren nutzen die Upgrademöglichkeiten auf neue Betriebssystemversionen, die eigentlich die Stabilität erhöhen, das Arbeiten mit dem Computer verbessern sollten und die gesamte Situation angenehmer gestalten sollten, nicht aus. Sie haben zu Recht Angst vor Instabilitäten mit vorhandenen Anwendungen, verunsicherte Fragen von Usern, warum plötzlich alles anders aussieht. Treiber, die nicht mehr funktionieren und damit Hardware ohne Funktion oder stark eingeschränkt zurück lassen.
Auf der anderen Seite sieht die Welt nicht deutlich besser aus. Ich las kürzlich von einem Entwickler, der nur für Apple Betriebssysteme entwickelt. Leider finde ich den Link zum Artikel nicht - so bald ich ihn habe, reiche ich ihn gern nach. Dieser Entwickler prognostiziert, dass 40-60% der Nutzer auf das neue Snow Leopard Betriebssystem umsteigen werden, sobald es erscheint. Der Preis wird bei 29$ (bzw. 29€) liegen. Also ist dies schon einmal kein Argument. Anscheinend sind auch die Mac User nicht glücklicher mit neuen Betriebssystemversionen als die Windows User. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber ich lade mir Updates zu Programmen die ich nutze immer schnellst möglich und bin froh über jedes Update.
Jedenfalls bin ich der Überzeugung, dass etwas grundsätzlich falsch gemacht wurde, wenn Nutzer nicht nach neuen Versionen lechzen.

Never change a running system.

Dieser Spruch ist so wahr, wie er falsch sein sollte.

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