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Nachtrag zum Post von gestern

Gestern habe ich hier ein paar Zeilen geschrieben:

Manchmal bekommt man Nachrichten, von denen man nie geglaubt hätte, dass sie einen so aus der Bahn werfen, dass sich die Gedanken nicht lösen können.

Das man erst einmal frische Luft braucht. Kalte Luft.
Um die Lungen zu spüren und den Kopf zu klären.

Das waren meine sehr eigenen Gefühle und Gedanken zu diesem Zeitpunkt. Ich habe nicht lange nachgedacht, wie es aufgefasst werden könnte - wollte es einfach nur loswerden. Es stellte sich heraus, dass es durchaus falsch aufgefasst werden konnte. Wobei falsch stimmt nicht ganz, „nicht ganz richtig“ trifft es eher.

Ich möchte das etwas erklären. Damit werde ich mal wieder ein Stück weit persönlicher. Ich denke aber, dass man mich so besser nachvollziehen kann.


Es ist etwas passiert, was mit einer Person zusammen hängt. Zu dieser Person habe ich ein gewisses Verhältnis, wie das halt so ist. Beziehungen zwischen Menschen ändern sich, genauso wie die Gefühle und Gedanken, die damit verknüpft sind. Alles ist stete Veränderung, so auch die emotionalen Verbindungen zu anderen Menschen. Wir standen uns früher sehr nah – mittlerweile ist es etwas oberflächlicher geworden.

Nun steht dieses Ereignis im Raum. Ich erfuhr es über eine andere Person. Es ist etwas Bedeutendes - jedoch nichts Dramatisches - weder eindeutig gut, noch schlecht.

Das, was mich dabei so verwirrte und worauf das oben Zitierte verweist, ist die Tatsache, dass ich mich darüber wundere wie sehr mich das Geschehene beschäftigt. Nicht, dass mich das Geschehene selbst so sehr beschäftigt, sondern der Umstand, dass ich mich davon so sehr berühren lasse. Und zwar eben obwohl die Beziehung so oberflächlich geworden war. Ich hätte nicht gedacht, dass mich dann eine solche Anteilnahme befällt.

Emotionen sind eben doch stärker als gedacht, und schlafen vielleicht doch nicht immer ein. Da ist anscheinend dieses Band, was nicht durchgeschnitten wurde, vermutlich aus einem Kautschukartigen Material.

Ich finde das im Endeffekt gut, denn ich freue mich darüber, dass mir meine Mitmenschen nicht egal sind. Dieser Mensch wollte ich immer sein - und ich bin es wohl geworden. Anteilnahme, Mitgefühl, Empathie. Sie ist vorhanden.

Und ich danke euch allen, die nachgefragt haben, was denn los sei, was passiert ist. Es zeigt, dass ich nicht der Einzige bin, dem es so geht.
Und das ist definitiv etwas Schönes.

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  1. jazzgumpy posted this

 

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