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Link-Tipp: Fragility of Free
I like to pay for things I use, even if I get no benefit out of paying — I like to pay. It wasn’t always that way for me, most of my life was years trying to find, and trying to use, nothing but free software. As such, one of the first Mac apps that I fell in love with was the excellent Quicksilver — a free application launcher and so much more.
Ben Brooks liefert wirklich stichhaltige Argumente und gute Ideen dafür, für Dienste/Dienstleistungen/Dinge zu bezahlen. Es dreht sich um Angebote wie Software und Dienste wie Twitter und Google Mail.
Ich möchte meinen, dass die wenigsten bisher darüber nachgedacht haben, warum es gut sein kann für Dinge zu bezahlen die es auch kostenlos geben kann/könnte. Dieser Artikel ist eine gute Stimulation der Gedanken zum Thema.
(Via The Brooks Review.)
Twitter will neue inoffizielle Twitter Apps verbieten
Bei Twitter kehrt keine Ruhe ein. Nachdem sie die offizielle Twitter für iPhone App mit einer QuickBar1 „ergänzt“ haben, und dann zurück gerudert sind, wurde nun eine offizielle Mitteilung herausgegeben. In dieser Mitteilung weist Twitter darauf hin, dass weitere „3rd Party Clients“ (also Twitter Apps/Clients2 die nicht von Twitter selbst stammen) verboten werden, die die gleiche Funktionalität bereit stellen wie Twitter für iPhone/Mac/Blackberry/wasauchimmer. Damit verbieten sie also genau das, was Twitter so erfolgreich und weit verbreitet gemacht hat.
Twitterific war der Anfang
Der erste Twitter Client für iPhone und Mac war Twitterific von der Iconfactory. Die offizielle Twitter App für iPhone und Mac stammte von einem unabhängigen Entwickler (Loren Bichter). Dieser wurde letztendlich von Twitter aufgekauft und angestellt. Sie haben dann seine entwickelte Software genutzt und zur offiziellen Software erklärt.
Innovation durch Variation
Es gibt mittlerweile wirklich eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Twitter Clients. Aber fast jeder — oder jeder, der sich durchsetzen konnte — brachte eine kleinere Innovation mit3.
Die Twitter App von Loren Bichter (genauer Tweetie 2, so hieß sie damals) erfand das „Herunterziehen zum Nachladen“. Das folgende Video demonstriert das, springt zur Sekunde 22, dann seht ihr was ich meine. Es wird zwar nicht bei Twitter demonstriert, aber das Prinzip ist das Gleiche.
Letztendlich ist diese Vielzahl von Clients eine willkommene Sache, da sich so jede die Lösung suchen konnte, die ihr gefiel. Das soll nun weg fallen. Ich finde das auf jeden Fall sehr traurig.
Wie kann Twitter denn andere Apps verbieten?
Twitter kann andere Apps verbieten, indem sie ihnen den Zugang zur Twitter-Plattform versperrt. Twitter ist ein Dienst, der auf den Servern läuft, die Twitter gemietet hat und betreibt. Dort laufen die Protokolle und der Programmcode. Wenn ein inoffizieller Client nun eine Anfrage sendet (z.B. um die neuesten Tweets zu erhalten), dann kommt diese Anfrage bei den Twitter-Servern an. Diese verarbeiten diese Anfrage und schicken eine Antwort an den Client. Diese Antwort enthält die angeforderten Tweets, und der Client kann sie darstellen. Das ist natürlich nur ein (vereinfachtes) Beispiel. Im Endeffekt läuft die gesamte Kommunikation von Twitter Clients jedoch so ab (über so genannte Webservices). Und diese Webservices werden von Twitter bereit gestellt, und jeder Programmierer der sie nutzen will muss sein Programm bei Twitter registrieren. Wenn sie also bestimmte Clients verbieten möchten, können sie denen einfach die Kommunikation mit den Twitter Servern verbieten. Dann ist der Entwickler nicht in der Lage eine funktionierende App vorzuweisen. Und genau das werden sie machen.
Twitters Drang nach Profit
Warum sperren sie sich also vor neuen, inoffiziellen, Apps? Vermutlich, da sie versuchen wollen alle Benutzer dazu zu bringen, die offiziellen Apps zu benutzen. Zum einen da dort Werbung eingeblendet werden kann. Und zum anderen um sämtlichen Benutzern eine einheitliche Oberfläche zu bieten, mit hohem Wiedererkennungswert. …ja, ich weiß. Das zweite Argument ist Blödsinn. Kommt so allerdings direkt von Twitter:
With more people joining Twitter and accessing the service in multiple ways, a consistent user experience is more crucial than ever. As we talked about last April, this was our motivation for buying Tweetie and developing our own official iPhone app. It is the reason why we have developed official apps for the Mac, iPad, Android and Windows Phone, and worked with RIM on their Twitter for Blackberry app. As a result, the top five ways that people access Twitter are official Twitter apps. […]
Twitter is a network, and its network effects are driven by users seeing and contributing to the network’s conversations. We need to ensure users can interact with Twitter the same way everywhere.
Quelle: Google Groups API Announcement
Wo geht es hin?
Es ist natürlich schwer zu sagen, wo es hin gehen wird. Wenn man sich allerdings in der Twittersphäre umschaut, merkt man, wie schnell sich die Nutzer von den offiziellen Clients verabschieden (möchten). Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es viele Alternativen. Zumindest für mich gibt es keinen dringenden Grund bei den offiziellen Angeboten zu verbleiben. Ich unterstütze lieber die unabhängigen, kleinen Entwickler. Genau die, die Twitter jetzt außen vor lassen möchte.
Twitter ist niemandem etwas schuldig. Sie können als Unternehmen machen, was sie möchten. Sie sind lediglich ihren Investoren etwas schuldig — und sie sollten die Entscheidungen treffen, die am besten für ihr Business sind. So ist nunmal die Wirtschaft. Gefallen muss mir das allerdings trotzdem nicht.
Ich lese einige Blogs von Entwicklern, Programmierern und anderen schlauen Leuten. Die Überlegungen beginnen, eine offene, dezentrale Alternative zu Twitter zu entwickeln. Eine Alternative, die dem World Wide Web entspricht. Auf viele Server verteilt, ohne großen Schalter, ohne Geschäftsinteressen eines einzelnen Unternehmens.
Meine Konsequenz
Ich wechsle zwischen verschiedenen Clients hin und her. Die offiziellen (sowohl iPhone als auch Mac) vermeide ich jedoch. Warum? Weil ich zeigen möchte, dass wir nicht von diesen Clients abhängig sind. Die Twitter Gemeinde ist größtenteils ziemlich eingeschworen, und leicht mobilisierbar. Schauen wir mal wo es hingehen wird. Anbei eine kleine, unvollständige Liste von Alternativen:
- Auch DickBar genannt, siehe Daring Fireball ↑
- Ich nutze Client und App hier synonym und recht frei. Ich hoffe, ihr wisst was gemeint ist. ↑
- Sie mussten Innovation bringen, sonst wären sie nicht interessant genug gewesen, und kaum jemand hätte sie genutzt. ↑
Twitter for iPhone, erneutes Update
Es geht in die zweite Runde. Twitter hat auf die Aufschreie der Nutzer1 reagiert und ein neues Update für die iPhone App bereit gestellt. Die Quickbar wird darin zwar nicht entfernt, dafür aber deutlich entschärft. Jetzt wird sie nämlich lediglich am oberen Rand des Streams angezeigt. Deutlich wird das auf folgendem Bild:

Und hier mit Werbung, die wechselweise eingeblendet wird:

Ich denke, so kann man damit leben. Und so werde ich auch die offizielle Twitter App wieder auf dem iPhone nutzen. Effektiv kann ich sie ja nun ausblenden, wenn ich nicht ganz noch oben scrolle. Und trotzdem kann Twitter mich damit als „view“ für die Werbung abbuchen und etwas Geld verdienen2.
(Danke auch für den Hinweis an @MrTom91)
- Es gab zahlreiche 1-Sterne-Bewertungen im iTunes App Store. Es war ein überwältigend schlechtes Feedback der Nutzer. ↑
- Ich bin trotzdem dafür, die Option zu bieten, mit einer Zahlung von z.B. €0,79 die Werbung loszuwerden. Aber eventuell rechnet sich das Werbemodell langfristig für sie besser. Dann kann ich es verstehen, wenn sie diese Option nicht bieten. ↑
Warnung vor der neuesten Version von Twitter für das iPhone
Sofern ihr Twitter auf dem iPhone mit der offiziellen Twitter App nutzt, solltet ihr das neueste Update vermeiden.
Ihr bekommt mit diesem Update die lokalen „trending topics“ eingeblendet. Und zwar immer. Das sieht dann in der App so aus:

oder sofern ihr nicht ganz nach oben scrollt, wird euch dieser schwarze Balken einfach über die Tweets geblendet:

Ich finde das unglaublich schrecklich, nervig und unverschämt. Man kann es nämlich anscheinend nicht ausstellen. In den Einstellungen gibt es die Möglichkeit die „lokalen Trends zu ignorieren“. Dann zeigt er euch allerdings die globalen Trends an. Ganz großer Mist, wenn ihr mich fragt.
Nachtrag:
Ich hatte die App bisher nur auf dem iPhone aktualisiert. Der Twitter Nutzer @pottblog wies in seinem Artikel zur neuen Twitter Version darauf hin, wie man die alte Version zurück bekommen kann:
Bedingung: Ihr dürft Twitter nur auf dem Telefon aktualisiert haben. Dann könnt ihr die App auf dem iPhone löschen. Startet daraufhin iTunes, aktualisiert dort die App NICHT, und synchronisiert dann das Telefon mit iTunes. So bekommt ihr die frühere Version zurück.
Schwierig wird es, wenn euer letztes Backup mit iTunes länger zurück liegt. Dann habt ihr u.U. ein zu alte Twitter Version – oder weitere Nachteile, die ich jetzt hier nicht absehen kann. Das ist allerdings der einzige Work-around den ich kenne. (Oder ihr zieht die Twitter.ipa datei aus einem Backup. Aber regelmäßige Backups ist ja das nächste leidige Thema…)
Nachtrag 2:
Mich stört es, dass überhaupt diese Trends angezeigt werden – oder eben Werbung. Und ob man nun die lokalen Trends ignoriert oder nicht. Irgendetwas - was mich nicht interessiert – wird dort immer angezeigt. Dass Twitter Geld verdienen muss, ist klar. Dann sollten sie aber auch die Möglichkeit geben, dies auszuschalten. Zum Beispiel über einen In-App-Purchase.
How to stop Twitter for Mac (Tweetie 2) following you around your spaces
The Twitter for Mac app (aka Tweetie 2) is a nice software for using Twitter on your Mac. One thing I dislike is how it follows you around your Spaces. Mac OS X offers a nice way to group windows and applications into different spaces. You can use it to group applications for reading into one space and all your work related software into another.

The problem is: Twitter for Mac doesn’t care and just follows you around everything space. I found one workaround. Sadly it isn’t perfect.
What you can do about it
Open your System Preferences and go to Exposé & Spaces. There you can add Twitter and put it in the desired space (Space 1 for me). If you already did this, delete the entry and enter it again.

What’s the problem with your solution then?
Problem is, when you connect an external monitor your settings are lost. Well, actually they are not deleted from Exposé & Spaces but Twitter just ignores them and you have to do these steps again to make sure it works.
I guess there could be some automation magic (so it gets triggered whenever Twitter forgets about your saved settings) but I neither have the knowledge nor the time to research a solution for that. If you find a solution for that please tell me.
Update
Zach Waugh made a nice little AppleScript script to automate the entry to the spaces.preferences. You can find his script on his blog.